§14a-Rechner: Modul 1 + 3 oder lieber Modul 1 bzw. 2?

Trag die drei Preisstufen und Zeitfenster aus dem Preisblatt deines Netzbetreibers ein, dazu deinen Verbrauch von Haushalt, Wärmepumpe und Wallbox. Der Rechner geht jede Viertelstunde des Jahres durch und zeigt, was die Module 1, 1 + 3 und 2 beim Netzentgelt kosten. Alles bleibt in deinem Browser.

1. Preisblatt deines Netzbetreibers

Vorbelegt sind Beispielwerte, keine Preise deines Netzgebiets. Wo du die echten Werte findest, steht unter Preisblatt lesen.

Beispiel: Durchschnitt über die Verteilnetzbetreiber laut einer Auswertung von Vattenfall (NT 2,6 · ST 8,7 · HT 12,5 ct/kWh). Der Standardtarif entspricht dem normalen Netzentgelt-Arbeitspreis.

Die Bundesnetzagentur nennt für Modul 1 je nach Netzgebiet 110 bis 190 EUR im Jahr (Stand 2023).

Zeitfenster für Hoch- und Niedertarif

Alle übrigen Zeiten gelten als Standardtarif. Die Fenster wiederholen sich jeden Tag, auch am Wochenende. Ende vor Beginn heißt: über Mitternacht.

    Quartale mit zeitvariablem Netzentgelt

    Netzbetreiber dürfen in höchstens zwei Quartalen darauf verzichten; dort gilt den ganzen Tag der Standardtarif.

    2. Dein Verbrauch

    Haushalt (ohne Wärmepumpe und Wallbox)

    Tagesverlauf in Prozent: Wie verteilt sich dein Haushaltsstrom auf die vier Tagesviertel? Gleichverteilt ist eine Vereinfachung – ein Smart-Meter-Portal zeigt dir deinen echten Verlauf.

    Wärmepumpe

    Der Heizanteil verteilt sich nach den üblichen Monatsanteilen der Gradtagzahl (Januar 17 %, Juli 1,3 %), Warmwasser gleichmäßig. Mit einem Pufferspeicher kann die Steuerung einen Teil der Hochtarif-Zeit in den Niedertarif legen.

    Wallbox

    z. B. 12.500 km × 20 kWh/100 km

    Modul 2 (separater Zähler)

    Zum Beispiel Messstellenbetrieb und Grundpreis deines Lieferanten für den zweiten Zähler. Einen Netzentgelt-Grundpreis darf der Netzbetreiber dort nicht verlangen. Einmalige Kosten für den Zählerplatz sind nicht enthalten.

    3. Ergebnis: Netzentgelt-Arbeitspreis im Jahr

      Verbrauch nach Tarifstufe (Modul 1 + 3)

      StufeStunden je TagkWh im JahrAnteilArbeitspreis

      Nach Quartal

      QuartalzeitvariabelkWhModul 1Modul 1 + 3

      Gerechnet wird nur der Netzentgelt-Anteil: Arbeitspreis mal Verbrauch minus Pauschale. Energiepreis, Grundpreise, Umlagen und Steuern ändern sich durch die Modulwahl nicht und fehlen deshalb. Ob du Modul 3 bekommst, hängt von deinem Netzbetreiber, einem intelligenten Messsystem und deinem Stromtarif ab.

      So nutzt du den Rechner

      1. Preisblatt „Netzentgelte“ deines Netzbetreibers für das Jahr öffnen und die drei Arbeitspreise für Modul 3 sowie die Pauschale für Modul 1 eintragen.
      2. Die Zeitfenster für Hoch- und Niedertarif übernehmen und die Quartale anhaken, in denen sie gelten.
      3. Jahresverbrauch von Haushalt, Wärmepumpe und Wallbox eintragen, bei der Wallbox auch Ankunft, Abfahrt und Ladeleistung.
      4. Ergebnis lesen: Die günstigste Variante ist markiert, die Tabellen zeigen, wie viel Strom in welche Tarifstufe fällt.

      Wie gerechnet wird

      Die Rechnung ist eine Schätzung mit vereinfachten Lastprofilen. Drosselungen durch den Netzbetreiber (auf mindestens 4,2 kW) sind nicht eingerechnet. Hintergründe und Quellen findest du unter Module 1 bis 3 erklärt.